21 März 2010

Trainingscamp Peñíscola

März ist die Zeit für ein Radtrainingscamp. Allerdings möchte ich dieses Jahr einen Marathon laufen und so kommt Annes Idee gerade Recht. Anne hatte ich im November auf Zypern bei der Laufwoche mit Claudia Dreher kennen gelernt.Sie erzählte mir vom Triathlon-Trainingscamp von H. wie H. in Peñíscola. Auf ein Mail im Dezember bekam ich sofort einen Anruf von Thommy Hesse, dem Veranstalter. Wir haben uns super unterhalten und damit war klar, dass ich im März nach Spanien fliege. Zusätzlich gibt es dieses Jahr ein Yogaprogramm mit Beate Offermann und das möchte ich auch ausprobieren.
Jetzt ging es um die Terminfindung mit Anne. Leider bekam sie nur ein paar Tage Urlaub, also buchte ich getrennt von ihr vom 10.03.2010 bis 19.03.2010 und Anne für die Zeit vom 11.03.2040 bis 16.03.2010.

Am Mittwoch geht es früh mit Ryanair nach Valencia, wo ich zusammen mit Ulrich und Beate von Holger abgeholt werde. Nach einer Fahrt von etwa 90 Minuten kommen wir im Hotel an, wo wir erstmal eine kleine Führung von Holger erhalten. Am Nachmittag ist Radausgabe und danch mach ich noch einen kleinen Strandlauf, bevor es zum Essen geht.

Blick Balkon 2
Balkonblick

Hotelanlage
Hotelanlage

Der nächste Morgen fängt mit einer Einführungsstunde in Yoga mit Beate an. Ich war schon gespannt darauf und bin gleich angetan von den Entspannungs- und Dehnungsübungen. Um 10 Uhr ist Radausfahrt mit der Königsetappe der Woche angesagt. Also reihe ich mich in die unterste Gruppe ein, um mich nicht gleich am ersten Tag aus den Latschen zu fahren. Diana führt die Gruppe ganz ruhig und so komme ich nach 129 Kilometern und 1165 Höhenmetern ohne all zu große Anstrengung im Hotel an. Dort treffe ich Anne und wir freuen uns riesig auf die nächsten gemeinsamen Tage.

Fertigmachen zur Ausfahrt
Aufstellung zur Ausfahrt

Orangenbäume
Orangenbäume

Stausee
Stausee

Auffahrt Fredes
Auffahrt Fredes

Der Freitag  Morgen beginnt mit einem kleinen Lauf zusammen mit Anne. Nach 20 Minuten Einlaufen, zeigt uns Jonas einige Lauf-ABC Übungen und Beate macht den Abschluß mit Dehnungen. Nach dem Frühstück habe ich noch jede Menge Zeit, denn die Ausfahrt ist für 11 Uhr angesagt. Heute möchte ich mit Lutz fahren, der uns mit einem kleinen Umweg zu einem Kloster führen will. Zunächst geht es sehr locker voran, bis es zum ersten Anstieg kommt. Eigentlich bin ich es gewohnt, dass am Berg jeder sein Tempo fährt, aber Triathleten trainieren anders. Lutz gibt ein gleichmäßiges Tempo auch am Berg vor und wir kommen alle zusammen in Ceveres an. Von dort geht es ohne Pause weiter bis zum Kloster. Eine sehr schöne Erfahrung für mich auch Anstiege und Abfahrten in der Gruppe zu fahren.
Nach 58 Kilometern und 535 Höhenmetern sind wir wieder am Hotel, denn nach der langen Ausfahrt von gestern war heute lockeres Fahren angesagt. Das Tagesprogramm ist aber noch nicht zu Ende. Am Nachmittag bietet Thommy Rumpfstabilisation an und am Abend gibt es noch 45 Minuten Yoga mit Beate.

Lutz
Lutz

Kloster
Kloster

Fuente de la Salud
Fuente de la Salud

Samstag ist Ruhetag, da ich aber erst Mittwoch angekommen bin, möchte ich schon etwas machen. Also verabrede ich mich mit Nadine für einen Lauf. Zusammen geht bis zur Burg von  Peñíscola, etwa 5 Kilometer entfernt. Zurück am Hotel möchte Nadine noch etwas dranhängen, ich mach mich aber schon mal unter die Dusche. Um 14 Uhr treffen wir uns wieder und gehen mit Anne nach Peñíscola. Nach einer kurzen Burgbesichtigung trinken wir gemütlich Kaffee und es geht zurück zum Hotel.

Burg von Peñíscola
Burg von Peñíscola

Anne
Anne

Hafen
Hafen

Das Programm am Sonntag beginnt mit Jonas Lauf-ABC, wie immer vor dem Frühstück. Um 11 Uhr geht es wieder mit Lutz auf's Fahrrad. Wir sind eine reine Frauengruppe, bei der großen Frauenquote (mehr als 50 %) gar keine große Überraschung. Heute geht es zum Kaffeetrinken auf den grünen Stühlen nach Sant Mateo. In der Sonne ist es schon super warm. Zurück am Hotel haben wir erst 63 km auf dem Tacho und ich würde gerne noch etwas mehr fahren. Lutz geht darauf ein und so fahren wir zu viert noch eine Zusatzrunde. Insgesamt habe ich dann 88 Kilometer und 690 Höhenmeter auf dem Tacho. Zum Tagesabschluß treffe ich mich mit Anne zur Yogastunde und wir lassen den Abend nach dem Essen gemütlich an der Bar ausklingen.

Lauf ABC
Jonas beim Lauf-ABC

Fahrt nach Ceveres
Ceveres voraus

Sant Mateu
Sant Mateu

Montagmorgen geht es wieder zum Lauf-ABC mit Jonas. Ich bin gespannt, wieviel ich mir merken kann und auch zu Hause anwende. Die Lutz-Gruppe bekommt heute männliche Unterstützung. Heute geht es erstmal raus Richtung  Peñíscola und weiter nach Sant Margaretha. Lutz und ich machen die Führungsarbeit, was echt Laune macht. Am Anstieg nach Salzadella fährt heute jeder sein Tempo und zur Belohnung geht es zum Kaffeetrinken nach Sant Mateo. Nach der Regeneration am Nachmittag gibt es noch die Yogastunde mit Beate. Das macht mir immer mehr Spaß und ich will mal sehen, ob ich das zu Hause fortsetzen kann.

Anfahrt Salzadella
Anfahrt Salzadella

Sant Mateu
Sant Mateu

Dehnen
Dehnen nach der Ausfahrt

Am Dienstag muss Anne leider schon Abfahren. Ich spare mir das Lauf-ABC, da ich Vormittags Laufintervalltraining machen möchte. Gemütlich frühstücke ich mit Anne. Um 11 Uhr geht es mit dem Fahrrad in den Nachbarort ins Stadion, wo wir auf einer 400 m Bahn Intervalltraining mit Lutz machen wollen. Nach dem Warmlaufen gibt es ein Pyramidentraing. Es werden 200 m, 400 m, 600 m, 800 m, 1000 m und das ganze rückwärts mit jeweils 200 m dazwischen Gehen  gelaufen. Es ist zwar anstrengend, macht aber auch viel Spaß. Im Anschluß schlägt Lutz noch eine kleine Radausfahrt von etwa 1,5 Stunden vor und da bin ich natürlich dabei.
Beim Treffen vor dem Hotel stellt sich heraus, dass Jean und Sebastian (2 gute Triathleten) dabei sind und es nach Sant Mateo gehen soll. Das wird also keine ganz lockere Ausfahrt, aber das schreckt mich nur kurz. Den Anstieg nach Cevera und dann nach Sant Mateo kenne ich bereits und die 3 Männer fahren auch ganz gleichmäßig bergan, da kann ich ohne Schwierigkeiten dranbleiben. Ich muss schon sagen, das Trainieren mit den Triathleten liegt mir, da es keine heftigen Belastungsanstiege gibt. Nach dem Kaffee in Sant Matheo fahren Lutz und ich zurück, die beiden anderen wollen noch eine weitere Schleife fahren. So komme ich mit 62 Kilometern und 600 Höhenmetern im Hotel an.
Zur Regeneration gibt es noch eine weitere Yogastunde.

Intervaltraining
Intervalltraining

Sant Mateu
Mal wieder Sant Mateu

Cevera
Cevera

Mittwoch ist Ruhetag und so machen Lydia, Kerstin, Sveja, Anne (2), Britta, Melanie, Petra, Oswin und ich uns mit dem Bus auf nach Vinaros. Wir schlendern durch den Ort und machen einen kleienn Einkaufsbummel. Dann gibt es Rieseneiskugeln auf dem Marktplatz und wir treffen Bettina und Zoran. Gemütlich fahren wir nach Hause und ich geniesse noch die Sonne auf dem Balkon.

Vinaros
Vinaros

Ruhetag
Ruhetag

Vinaros
Vinaros

Donnerstag steht die Königsetappe an. Ich fahre wieder mit Lutz, der heute die Gruppe von Jonas unterstützt, da dieser Probleme mit der Achillessehne hat. Wir sind nur zu sechst und harmonieren gut. Über einige Hügel hinweg geht es zum Stausee, den ich schon von letzter Woche kenne. Wer will kann jetzt noch einen Rundkurs über Fredes fahren. Ich fahre noch einige Kilometer bergan, kehre dann aber um, die anderen sind mir heute zu schnell. Nach einer Pause am Stausee geht es zurück und wir bekommen ein paar Tropfen ab. Glücklicherweise regnet es nicht wirklich und so sind wir auch trocken als wir im Hotel ankommen. Ich habe 122 Kilometer und 1162 Höhenmeter abgespult. Jetzt muss ich mich etwas sputen, denn die letzte Yogastunde bei Beate steht noch auf dem Programm.

Auffahrt zum Stausee
Auffahrt zum Stausee

Pause
Pause am Stausee

Freitag ist mein Abreisetag. Da mein Flieger erst am Abend geht, kann ich noch eine kleine Runde mit Diana fahren, die mich am Nachmittag an den Flughafen fahren wird. Nach dem Frühstück auschecken und dann schnell das Gepäck zu Anne (2) und Sveja bringen, bei denen ich nach der Tour noch schnell Duschen kann. Um 10 Uhr geht es auf zum Kloster. Es ist ganz gemütliches Rollen angesagt, das Richtige für das Ende einer Trainingswoche. Nach 46 Kilometern und 338 Höhenmetern sind wir wieder am Hotel. Ich gebe mein Fahrrad ab, dusche schnell und dann geht es ab zum Flughafen.
Die Trainingstage vergingen wie im Fluge und haben viel Spaß gemacht. Thommy und seine Frau Selma haben ein tolles Programm zusammengetellt. Vor allem die Yogastunden haben mir super gefallen. Ich kann mir gut vorstellen im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Fertigmachen zur Ausfahrt
Fertigmachen zur letzten Ausfahrt

Kloster
Kloster