14. Februar: Valentinstag
Valentinstag? Für viele der "Tag für Verliebte", andere sagen "Tag der Blumenhändler" und für mich???
Ich erfülle mir einen Wunsch und fahre in einem Bob den Eiskanal in Winterberg hinunter.
Die Idee habe ich schon lange, konkret wurde dies an einem Samstag beim Fernsehen von "Wetten das". Eine der Wetten war die Fahrt auf Schlittschuhen eine Bobbahn hinunter und damit das nicht zu einfach wird, hat der Kandidat noch eine Ü-Ei-Bastelei zu lösen. Ich siniere so vor mich hin, dass ich auch mal erleben möchte, wie es im Eiskanal so ist, da meint Wolfgang: Mach das doch!
Der Rechner ist an und so surfe ich sogleich auf die Winterberg-Seiten, denn da müßte die nächste Bobbahn sein. Natürlich werde ich fündig und Minuten später bin ich bei Olympic Bob Race angemeldet. Am Sonntag, den 14. Februar war noch ein Plätzchen frei. Nun geht es noch um die Buchung eines Zimmers, denn wenn wir schon nach Winterberg fahren, wollen wir auch das Wochenende dort verbringen.
Samstag geht es nach dem Frühstück los, meine Ski im Kofferraum. Wir kommen gut durch und um 13 Uhr stehe ich auf der Piste. Das Gebiet ist nicht sehr anspruchsvoll, aber es macht einfach Laune, die Hänge herunter zu schlittern. Wolfgang wandert ein wenig den Hang hinauf und meint sogar, dass er sich hier das Skifahren zutrauen würde. Vielleicht probiert er es doch noch mal.
Schneewald
Sprungschanze
Am späten Nachmittag machen wir ein wenig Aprés Ski und dann gibt es noch leckeres Essen und ein wenig Olympia.
Aprés Ski
Am Sonntag schauen wir uns ein Winterberg an, das fest in holländische Hand ist. Alle Schilder sind zweisprachig, deutsch ist die zweite Sprache. Dann geht es auf zur Bobbahn, die ich mir kritisch anschaue. Irgendwie wirkt der Eiskanal viel schmaler, als es so aus dem Fernsehen den Anschein hat und ich bin gespannt wie das mit dem Bob so geht.
Winterberg
Insgesamt sieben 4er-Bobs stehen für die Taxifahrten bereit. Es sind Rennbobs, die etwas umgebaut sind. Zum einen haben sie keine Griffe an der Seite zum Anschieben, zum anderen ist die Bremse so umgebaut, dass der Pilot diese bedienen kann. Jeweils 3 Gäste nehmen im Bob Platz (von hinten nach vorne), der Pilot gibt einige Anweisungen, steigt ein und zwei Anschieber geben dem Bob die Anfangsspeed.
Aufstellung der Taxibobs
Anschieber
Wir sehen eine ganze Weile zu, bevor meine Startzeit kommt. Nach dem "Einschreiben" geht es in die Warteschlange und schon bald bekomme ich den Integralhelm ausgehändigt. Nun gibt es kein "zurück" mehr! Ein wenig aufgeregt bin ich schon, freu mich aber riesig auf die Fahrt. Wir fädeln uns in den Bob, da zeigt sich erst, wie anspruchsvoll das Einsteigen bei den Profis im vollen Lauf sein muß. Ich sitze direkt hinter dem Piloten und schon geht es los.
Juhu! Gleich geht es los
Einsteigen <-> Einfädeln
Zunächst geht es gefühlt noch recht gemächlich los, aber schon wird es schneller. Nach 4, 5 Kurven habe ich keine Chance mehr die Orientierung zu behalten, es geht einfach zu schnell. Der Bob ruckelt immer mehr, wie gut, dass ich einen Helm habe, der Kopf schlägt links und rechts an die Bobwand. Dann ist die Fahrt aber auch schon vorbei und wir kommen im Ziel an. Es war einfach nur geil!!! Die Knie sind zwar etwas weich, aber ich werde das nochmal machen und nicht die Orientierung verlieren.
Zum Abschluß gibt es Foto und natürlich eine Urkunde. Ich laufe Wolfgang entgegen, der vom Start herunter kommt und rede und rede und rede...
Urkunde
So endet ein gelungenes Winterwochenende und Valentinstag hat nun eine neue Bedeutung (zumindest für mich).
